Leipziger Bachduo

Peter A. Bauer – Perkussion, Glockenspiel, Gesang u.a.
Bo Wiget – Cello, Gesang u.a.

Foto: Nea Gumprecht

Johann Sebastian Bach, zeitloser Komponist, Schöpfer hochkomplexer kontrapunktischer Kompositionen, hatte auch Sinn für volkstümliche Melodien und Farben. Anklänge daran finden sich in fast allen Gattungen, in denen er schrieb. Immer wieder finden sich MusetteGigueSiciliano und Pastorale in seinen Werken. Das Leipziger Bachduo nimmt diese Seite Bachs zum Anlass, seine Werke in neue Gewänder zu stecken. Der Peter A. Bauer nutzt dafür Perkussionsinstrumente aus aller Welt: verschiedene Rahmentrommeln, Darabuka und Glockenspiel bis zur Maultrommel. Der Cellist Bo Wiget, der nicht nur in der Klassischen Musik zuhause ist, entlockt seinem Instrument arabisch-klingende Melancholie, heulende Bluesmotive und greift in Bob Dylan-Manier auch mal zur Mundharmonika. So klingen Bachs Melodien mal orientalisch, mal osteuropäisch, mal wähnt man sich einer Pariser Bar zu Zeiten Erik Saties, mal wird zweistimmig gesungen und gejodelt. Stets aber klingt es nach dem Leipziger Bachduo: nach einer inspirierten, humorvoll anmaßenden Verneigung, wie man sie so sicher noch nicht gehört hat. Und dabei schaffen es die beiden, Menschen, die von Bach nicht mehr als ein Stück kennen genauso zu begeistern, wie eingefleischte Kenner*innen der unsterblichen Musik des Genies Johann Sebastian Bach. 

 

Peter A. Bauer und Bo Wiget haben sich bei verschiedenen Projekten des renommierten BarockensemblesLautten Compagney kennengelernt, mit dem sie 2025 einen Opus Klassik bekommen haben und für das beide auch als Arrangeure zeichnen. Sie sind musikalische Grenzgänger und in der Alten Musik genauso heimisch wie in World Music, Jazz, Pop, experimenteller Improvisation.

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© Bo Wiget