Toggenburger Celloduo

Stefan Baumann - Sixstring Cello

Bo Wiget - Cello

 

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foto: barbara bucher

Sie waren kleine Toggenburger[1] Buben, als sie sich Ende der Siebzigerjahre entschieden, Cello zu lernen. Der Beschluss schien unter gutem Stern gefasst worden zu sein, denn die beiden spielen heute noch Cello. Vor 42 Jahren gingen die gemeinsamen Musik-Abenteuer zu Ende; beide machten musikalische Erkundungen in verschiedensten Genres von Klassischer Musik von Barockem bis Zeitgenössischem, von Volksmusik, über Jazz bis zu experimenteller Improvisation. Beide spielten auf internationalen Klassik-Bühnen, genauso wie in Jazzclubs, und Bauernstuben.

Und nun ist der gute Stern wieder aufgegangen: Im Toggenburger Celloduo bringen die Kindheitsfreunde alle ihre gesammelten Erfahrungen zusammen.

Sie schlagen dabei einen Bogen von den Stücken aus dem 17. Jahrhundert (den ersten, die überhaupt für Cello geschrieben wurden) hin zu Toggenburger Liedern, die damals jedes Kind entlang der Thur lernte. Die einfachen Lieder erklingen auf zwei Celli in Arrangements, in denen all die Einflüsse der vergangenen Jahre zu hören sind. So klingt das Volkskulturgut mal nach Neuer Musik oder meditativem Jazz. Zwischendurch wird auch mal eine Strophe gesungen. Die barocken Duos von Domenico Gabrielli und Barbara Strozzi verleihen dem Programm einen dramaturgischen Bogen, der Virtuosität und Schönheit, Altes und Neues spielerisch und mit Witz verbindet. Denn was sich Stefan Baumann und Bo Wiget in den 42 Jahren nicht haben nehmen lassen, sind eine unverhohlene, fast bübische Spielfreude und eine Lust am Erweitern des Celloklangs gepaart mit einer Liebe für einfache Melodien.

 

[1] Das Toggenburg ist eine voralpine Talschaft im Schweizer Kanton St. Gallen.

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© Bo Wiget